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Zur Unterscheidung von Gefahr und Risiko am Beispiel von digitalen Sicherheitsschlössern

Sicherheit ist für die meisten Menschen ein großes Thema. Vor allem heute, wo sich das Verhältnis von Gefahr und Risiko umgestellt hat. Von Gefahr spricht man, wenn etwas unerwartetes bzw. destruktives von außen auf einen zukommt. Wo es früher wilde Tiere, Krankheiten, Plagen bis hin zum Wetter und Jahreszeitenproblem gab, gilt heute vieles als zumindest kalkulierbar. Zwar nicht immer und in umfassenden Sinne gestalt- bzw. beeinflussbar, aber doch so, dass die Gesellschaft Wege gefunden hat mit vielen Problemen umzugehen. Es wird diskutiert, ausgehandelt, gestritten. Die Kommunikation über Probleme findet in, über und mit der Gesellschaft statt. Probleme, die von der Gesellschaft durch sie über die Kommunikation behandelt werden können, nennen sich Risiken. Da die Kommunikation immer komplexer wird, wird die Gesellschaft immer komplexer und immer mehr Gefahren transformieren sich in Risiken.

Auf der Seite der Firma Adverbis können Sie digitale Schließ- bzw. Schlosslösungen finden, um den sich der Artikel bezüglich der Frage von Gefahr und Risiko drehen soll. Da es hier um digitale Sicherheitssysteme für Türen gehen soll, könnte man das oben genannte entwerten und einwenden: "Also der Einbrecher, der kommt ja von außen in die Wohnung rein." Man spricht also von Gefahr, anstatt von Risiko. Das mag zwar insofern stimmen, wenn von "außen" die räumliche Trennung zwischen "innen" und "außen" verstanden wird. Wir meinen "außen" hier allerdings im Sinne von "darüber kann werde geredet, noch danach gehandelt werden" - man ist also nicht in der Lage etwas gegen das Problem zu unternehmen. Da es nun aber Schlösser und in diesem Falle digitale Schließsysteme gibt, transformiert sich die Gefahr in ein Risiko, da man ja hätte entscheiden können seine Wohnung bzw. sein Hab und Gut oder seine Organisation als Büro etc. abzusichern. Das heißt also, dass in dem Moment, wo die Gesellschaft Möglichkeiten zur Sicherheit bzw. Sicherung des Eigentums zur Verfügung stellt, kann immer entschieden werden, dass man sich diese Möglichkeit zulegt.

Ein Beispiel: Nehmen wir an Regen sei eine Gefahr. Das können wir nach allem, was wir gesagt haben tun, denn gegen Regen kann kein Mensch etwas unternehmen. Man ist also stets der Gefahr ausgesetzt nass zu werden. Nun gibt es aber Regenschirme, sodass man sagen kann, dass die Gefahr nass zu werde in ein Risiko verwandelt wurde, da man ja seinen Regenschirm hätte mitnehmen können.

Das lässt sich auch auf Sicherheitssysteme für Türen übertragen. Da es sie gibt ist der Einbrecher keine Gefahr, sondern ein Risiko, da man sich ja für ein qualitativ hochwertiges Sicherheitsprodukt hätte entscheiden können. Die Frage ist also nur, ob man das Risiko eines Einbruchs bzw. Diebstahls eingehen will.

No Dieb

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